Wenn wir gefragt werden, was Praxissoftware kostet, ist die ehrliche erste Antwort eine Gegenfrage: Was genau ist im Preis drin? Denn die Zahl auf der Startseite eines Anbieters sagt oft weniger, als man denkt. Der eigentliche Preis setzt sich aus mehreren Teilen zusammen, und die entscheidenden stehen selten ganz vorne.
Der Monatspreis ist nur der Anfang
Fast alle Anbieter nennen einen monatlichen Grundpreis. Der Vergleich lohnt sich aber erst, wenn Sie wissen, was er umfasst. Wie viele Behandler sind enthalten, wie viele Mitarbeiterzugänge? Sind alle Module dabei, oder kostet die Abrechnung extra, die Foto-Dokumentation extra, die Online-Buchung noch einmal? Zwei Angebote mit demselben Grundpreis können am Monatsende weit auseinanderliegen, je nachdem, was man dazubuchen muss.
Einmalkosten, die gern übersehen werden
Zwei Posten tauchen bei fast jedem Anbieter auf, aber unterschiedlich benannt und unterschiedlich hoch. Das eine ist die Einrichtung oder das Setup, also die Kosten dafür, dass das System auf Ihre Praxis eingestellt wird. Das andere ist der Datenimport, wenn Sie von einer bestehenden Lösung wechseln und Ihre Patientendaten mitnehmen. Beides kann vierstellig werden. Wer nur auf den Monatspreis schaut, wird hier überrascht.
Die Preisfrage bei zusätzlichen Behandlern
Praxen wachsen. Aus der Einzelbehandlerin wird ein kleines Team. Fragen Sie deshalb früh, was ein zusätzlicher Behandler kostet und ob der Preis pro Kopf oder gestaffelt ist. Ein günstiger Einstieg, der beim zweiten Behandler teuer wird, ist am Ende kein günstiger Einstieg.
Was zu einem fairen Modell gehört
- Ein Grundpreis, der den vollen Funktionsumfang enthält, nicht ein Rumpfpaket.
- Klar benannte Einmalkosten für Setup und Datenimport, keine versteckten Posten.
- Ein nachvollziehbarer Preis für jeden weiteren Behandler.
- Keine Knebelverträge und ein Export der eigenen Daten, wenn Sie gehen wollen.
Auf den zweiten Blick rechnen
Vergleichen Sie nicht den Monatspreis, sondern die Gesamtkosten über zwei bis drei Jahre, inklusive Einrichtung, Import und der Module, die Sie wirklich brauchen. Rechnen Sie den Fall durch, dass Ihre Praxis wächst. Und achten Sie darauf, was passiert, wenn Sie den Anbieter wechseln wollen: Kommen Sie an Ihre Daten heran, in einem brauchbaren Format?
Wir legen unsere Tarife offen und trennen den Einstieg für Praxisgründer bewusst vom Preis für etablierte Praxen. Setup und Datenimport benennen wir klar, statt sie im Kleingedruckten zu verstecken. Ein günstiger Preis ist gut. Ein ehrlicher Preis, bei dem Sie am Jahresende keine Überraschung erleben, ist besser.